Neues von der Platzsanierung – der Platz ist abgenommen aber weiterhin gesperrt (25.5.2020)

Update 25.05.2020

Ich komme gegen 14 Uhr auf dem Platz und die Regenfälle haben, wie versprochen, dafür gesorgt, dass der Rasen nunmehr schön grün glänzt. Gerade läuft die Abnahme des Platzes unter Beteiligung der Gemeinde, der ausführenden Firmen, des Vereines unter der Moderation des Architekten. Es werden letzte Absprachen getroffen. Mängel kann niemand finden. Damit ist der Platz von Seiten des Architekten freigegeben. Er muss noch vor dem ersten offiziellen Spiel vom Staffelleiter Bankamp abgenommen werden. Das Training könnte also beginnen, wenn wir nicht noch mit den Auswirkungen von Covid-19 zu kämpfen hätten. Bis auf weiteres bleibt der Platz gesperrt. Eine Nutzung ist erst dann erlaubt, wenn die Gemeinde unser Hygienekonzept, das gerade in der Endfassung erstellt wird, genehmigt hat. Dann wird bis auf Weiteres zumindest kontaktloses Training möglich (mehr dazu hier). Das schränkt die Zahl der Trainingsübungen deutlich ein und ist es derzeit unklar, wann Kontakte im Training (z.B. Zweikampfübungen oder Trainingsspiele) wieder erlaubt sind.

Update 21.05.2020

Die letzten Tage waren hart für die Männer aus Estland. Endlich konnte der Sand in den Platz eingebracht werden. Dazu mussten zuerst Sandsäcke gefunden, deren Inhalt so trocken war, dass die dafür vorgesehene Maschine diesen auch verarbeiten konnte. Sandsack für Sandsack wurde zu einer Entladestelle neben dem Platz transportiert, dort aufgeschnitten und in die Schaufel der Maschine entleert, die den Sand über spezielle Öffnungen auf dem Kunstrasen verteilte.

Der Platz wurde Meter um Meter abgefahren und so der Sand gleichmäßig verteilt. Dabei ist viel Erfahrung vonnöten, um mit der richtigen Geschwindigkeit die vorgesehene Menge Sand (insgesamt 20-30 kg pro Quadratmeter) auf den Boden niedergehen zu lassen.

Als ich am Dienstag den Platz betrete, erschrecke ich mich doch arg. Auf den ersten Blick sieht der neue Platz so aus wie der alte: eine einzige große Sandkiste. Aber diese Angst ist unbegründet, denn in einem nächsten Arbeitsschritt wird der Sand in den Rasen mittels unterschiedlicher Rechen in mehreren Arbeitsgängen eingearbeitet und so von oben nach unten transportiert. Teilweise können die Arbeiten nur in eine Richtung erfolgen, damit sich die Kunstfasern optimal aufrichten.

Diese Arbeitsschritte werden dann nochmals wiederholt. An einigen Stellen muss per Hand nachgearbeitet werden. Und am Ende der Sandeinbringung sieht der Rasen dann wieder grün aus und es bleiben sehr viel mehr Sandsäcke übrig als gedacht. Dies liegt zum einen daran, dass doch sehr viel Sand auf dem alten Rasen war, und zum anderen, dass ja noch der Kork obendrauf kommt.

Doch bevor der Kork eingebracht werden kann, müssen die überstehenden Teile der Rasenbahnen plan mit der Betoneinfassung des Platzes abgeschnitten. Nicht überall gelingt das. Diese Stellen werden später nachgearbeitet.

Die Einbringung des Korks erfolgt auch ähnliche Weise wie die des Sandes. Große Korksäcke werden einer nach dem anderen zur Entladestelle auf dem Platz transportiert. Dort werden sie aufgeschnitten und der Kork ergießt sich auf den Platz. Immer höher wächst der Korkberg bis alle Säcke aufgeschnitten sind.

Dann verteilt die Maschine mit der Schaufel den Kork gleichmäßig auf dem Platz. Dann kommen wieder die Rechen zum Einsatz und auch Hand muss wieder angelegt werden. Nach getaner Arbeit sieht der Platz aber nicht mehr wirklich grün aus. Das muss aber nicht schocken, denn durch die elektrostatische Aufladung klebt der Kork in der ersten Zeit, insbesondere wenn es trocken ist, am oberen Ende der Kunstfaser. Der nächste Regen wird sorgt aber dafür, dass der Kork nach unten gespült wird und sich der Platz dann im satten Grün präsentiert.

Als ich heute gegen 14 Uhr den Platz betrete, ist die Baustelle schön aufgeräumt und fast alle Arbeiten sind beendet. Lediglich noch ein paar kleine Ausbesserungsstellen, die nachgeklebt werden mussten und die mit einem Nagel fixiert sind, müssen morgen früh noch kontrolliert werden, dann werden die Männer aus Estland nach getaner Arbeit abrücken. Ich schlendere über den Platz. Meine Schritte werden dabei angenehm weich vom Kork abgefedert. Darin unterscheiden sich neuer und und alter Platz wie Dortmund und Schalke im letzten Derby. Es ist ein Traum. Zur gleichen Einschätzung kommen auch ein paar Spieler und Sportsfreunde, die sich den Fortschritt persönlich ansehen. Ich höre Sätze wie: “Was für ein geiler Platz”, “Ich habe wieder richtig Bock hier zu kicken”, “Auf dem Boden werde ich richtig zaubern”, “Wie geil es ist, den Ball schön in den Winkel zu zimmern”. Ich bin da ja mal gespannt, welchen Zauberfußball wir wohl sehen werden und wohin die Torschüsse dann wirklich gehen. Aber eins wird mir schnell klar: die Platzsanierung gibt Anlass zum Träumen und übertrifft die Erwartungen, die im Verein daran geknüpft haben, bei weitem. Jetzt fehlt nur noch die Einzäunung, dann haben wir einen der schönsten Plätze im Fußballkreis Soest. Für das Problem zeichnet sich aber eine Lösung ab. Und wenn dann später auch noch die neuen überdachten Kabinen am Spielfeldrand und die vorgesehene Zuschauertribüne Wirklichkeit werden, dann ist es ganz sicher der schönste Platz im Kreis.

Die Matrosen danken allen, die an der langersehnte Platzsanierung mitgewirkt haben: der Politik, der Gemeinde, dem Architekten, den ausführenden Firmen und Arbeitern vor Ort und all jenen, die sich für die Sanierung stark gemacht haben.

Update 18.05.2020

Die Männer aus Estland waren das ganze Wochenende fleißig. Sie haben die letzten Bahnen Kunstrasen verlegt und verklebt. Alle Nahtstellen sind sie abschließend akribisch abgegangen und haben diese dabei noch einmal mittels Muskelkraft und Eigengewicht festgedrückt. Im nächsten Schritt haben sie die Stellen im Kunstrasen ausgeschnitten, an denen sie dann die weißen Linien und Markierungen eingeklebt haben. Und auch die Markierungen für die Jugendspielfelder befinden sich am Montagmorgen, als ich den Platz betrete, an der richtigen Stelle. Der Platz erstrahlt in Grün und Weiß, die Sonne lässt den Platz funkeln. Es wird langsam immer wärmer. Und jetzt müssen sie auf die Anlieferung der Maschine warten, mit der der wiederverwendete Sand in den Kunstrasen eingebracht werden soll. Sie nutzen die Zeit für die Pflege des Equipments und haben auch Zeit für einen Plausch mit mir. Im Laufe der Wartezeit scheint die Sonne immer kraftvoller auf den neuen Kunstrasen und erwärmt ihn spürbar. Bald wird es zu spät sein, um mit den Arbeiten zu beginnen, denn durch die Erwärmung wirft der Kunstrasen, wie ich demonstriert bekomme, Falten. Wenn jetzt der Sand eingebracht würde, könnte es passieren, dass nachher aus den jetzt schnurgerade verlaufenden Linien Schlangenlinien würden. So warten wir noch bis kurz vor 11 Uhr gemeinsam auf die dringend benötigte Maschine. Dann verlasse ich den Platz. Da sich wohl die Anlieferung der Maschine weiter verzögert und die Temperaturen steigen, wird es wohl erst morgen früh mit der Einbringung des Sandes weitergehen.

Update 14.05.2020

Es ist kalt trotzdem die Sonne scheint als ich am Mittag den Platz betrete. Die 28 Rollen des neuen Kunstrasens sind schon angeliefert worden und liegen auf dem Platz zur Verlegung bereit. Zu Bahnen gerollte Streifen und der Kleber zur Fixierung der Bahnen stehen vor der Tribüne. Jede Kunstrasenbahn ist über 70 Meter lang und reicht also über den ganzen Platz. In einigen Rollen sind weiße und blauen Streifen eingewebt. Die weißen Streifen dienen zur Markierung des großen Spielfeldes, die blauen zusätzlich zur Markierung der kleineren Jugendspielfelder. Alles ist bereit, aber noch kann es nicht losgehen, denn erst muss der Architekt noch die Ausbesserungen an der Dämmung abnehmen. Es ist an ihm, das Go für die Verlegung zu geben.

Um 13 Uhr ist es dann endlich soweit. Die erste Bahn kann verlegt werden. Sie wird von einem kleinen Gabelstapler aufgenommen, ausgerichtet und abgesetzt. Nachdem die weiße Umverpackung aufgeschnitten ist, wird die Rolle mit Hilfe des Gabelstaplers ausgerollt. Die Umverpackung wird entfernt und ein Arbeiter dirigiert den Staplerfahrer so über das Spielfeld, dass die Bahn am Ende nahezu gerade liegt.

Mit Muskelkraft wird die Bahn dann so gezogen, dass keine Falten entstehen und die Bahnen mit dem richtigen Maß überlappen. Die vier Meter breiten Bahnen haben an beiden Seiten mehrere Zentimeter breite Streifen ohne Grasfäden. Dieses sorgt dafür, dass beim Transport keine Grasfäden beschädigt werden und damit möglicherweise Löcher im Kunstrasen entstehen. Auch haben einige Bahnen die schon erwähnten weiß und blau eingefärbten Streifen. Und alles, was nicht grün ist, muss, bevor die Bahnen final auf Stoß ausgerichtet werden können, sauber mit einem speziellen Schneidewerkzeug abgeschnitten werden. Danach erfolgt die Feinarbeit. Auf Knien bewegen sich die Männer aus Estland über den Platz und ziehen solange, bis auch der kleinste Zwischenraum zwischen den Bahnen verschwunden ist.

Als ich gegen 17 Uhr wieder am Platz eintreffe, nimmt die grüne Fläche schon über ein Drittel des Spielfeldes ein. Gerade verkleben die Männer die letzten der heute von ihnen verlegten Bahnen miteinander. Dazu brauchen sie einen der auf Rollen gezogenen Streifen, der in einer Maschine von oben und unten mit Kleber bestrichen wird. Am Anfang jeder Bahn wird ein ca. vier Meter langer mit Kleber bestrichener Streifen von der Maschine abgerollt und genau an der Nahtstelle zwischen zwei Bahnen auf der Dämmung platziert. Die Maschine wird nun in Flucht auf die Dämmung gestellt und die beiden Bahnen auf den Streifen gelegt und festgedrückt. Danach zieht ein Arbeiter die Maschine quer über den Platz und rollt so den Klebestreifen aus. Ein zweiter Mann sorgt mit einem Werkzeug nachdrücklich dafür, dass Dämmung, Streifen und Bahnen auch wirklich fest verklebt werden.

Während die Männer die letzten Bahnen verkleben, betrachte ich den Rasen genauer. Er glänzt so schön in der Sonne und kommt richtigem Rasen schon sehr nahe. Er sieht so verlockend aus. Parallel dazu werden die von den Rollen abgeschnittenen blauen und weißen Streifen auf die benötigten Breiten zugeschnitten. Als alle Bahnen verklebt sind müssen die Arbeiten für heute beendet werden. Derzeit sinken die Temperatur am Abend recht schnell und es ist in der Nacht sehr viel kälter als am Tag. Diese großen Temperaturunterschiede könnten aber dazu führen, dass der Kleber seine Haftkraft verliert, sich also der Boden von der Dämmung löst und Falten entstehen. Auf jeden Fall haben die Spezialisten, die schon in 19 Ländern Europas Kunstrasen verlegt haben, heute einiges geschafft und ich kann mir jetzt schon gut vorstellen, wie der Platz am Ende aussehen wird, und wie klasse es sein muss, darauf Fußball spielen zu können.

Update 13.05.2020

Der Morgen beginnt mit einer schönen Überraschung: die beiden neuen schicken Feldtore werden angeliefert. Dazu gibt es auch noch vier neue Eckfahnen. Über die Farbgebung ganz in Gelb kann man sicher diskutieren, muss man aber nicht, da sie von der Gemeinde finanziert sind. Die alten Tore werden im Laufe des Vormittags fachmännisch zerlegt und entsorgt, die neuen Tore aufgebaut. Sie können eingesetzt werden,  sobald die Kunstrasenbahnen verlegt worden sind. Die neuen Tore sind auf den neuesten Stand und haben eine Auslage von 2 Metern. Das heißt, dass auf dem Boden zwischen der Torlinie und dem Netz 2 Meter zu überwinden sind. Die Torleute müssen also weitere Wege gehen, wenn sie mal wieder den Ball aus dem Kasten holen müssen.

Auch die Männer aus Estland, die den neuen Kunstrasen verlegen werden, sind heute schon fleißig. Sie gehen den Platz ab und füllen dabei alle Löcher und Spalten in der sonst gut erhaltenen Dämmschicht. Dabei bemerken sie, dass die Dämmung im Fünfmeterraum vor dem Heimtor deutliche Ablösungserscheinungen zeigt. Dieses darf nicht verwundern, war dort doch über Jahre die Belastung gerade im Training am höchsten. Um sicherzustellen, dass sich später der Kunstrasen an dieser Stelle nicht von der Dämmung löst und die Abwehr so noch mehr ins Schwimmen gerät, wird der Fünfmeterraum mit zusätzlichem Kleber stabilisiert. Auch die Hülsen für die Eckfahnen werden versetzt, da die Seitenlinien 50 Zentimeter nach Innen verlegt werden. Das bringt zusätzliche Sicherheit für die Spieler und vermindert deren Verletzungsrisiko. Der deutlich längere “Auslauf” soll in Zukunft verhindern, dass Betonumrandung oder Laufbahn den Sturz der Spieler unsanft bremsen. Die Verringerung der Breite um ein Meter darf aber nicht als Ausrede dafür verwendet werden, dass das Spiel nicht breit gemacht wird, liegt doch der “Breitenverlust” bei unter 2 %. Die Verkürzung ist sicher auch im Interesse der Spieler, die nicht so gerne lange Wege gehen. Davon soll es ja immer mal welche geben.

Morgen wird der neue Kunstrasen angeliefert und, wenn der Architekt am Mittag sein okay gibt, werden die ersten Bahnen neuen Kunstrasens verlegt.

Update 12.05.2020

Es ist vollbracht. Heute konnten die Entsorgungsarbeiten beendet werden. Dort wo vorher der grüne Betonkunstrasen lag, ist jetzt eine einzige schwarze Dämmungsfläche zu sehen. Der ganze Platz wirkt dadurch so aufgeräumt wie selten zuvor. Der ganze Platz? Nein! Eine Stelle zeigt, dass wir am Wochenende trotz des Bauzaunes mal wieder ungebetene Gäste auf dem Platz hatten. Die Art von Besucher, die keiner braucht. Die Art von Besucher, die in schöner Regelmäßigkeit den Platz zumüllt und Dinge zerstört. Diesmal haben sie auf mehrere Quadratmetern der gereinigten Dämmung mit Steinen und Schutt verunreinigt. Außerdem wurde eine angefangene Rolle Plastikband zur Verschnürung der abgetragenen Rasenrollen entwendet. Kein großer Schaden, aber diese “Kleinigkeiten” nähren die Befürchtung, dass wir nicht lange Freude am neuen Platz haben könnten, sollten nicht Sicherungsmaßnahmen, wie sie gerade dankenswerterweise von der Politik diskutiert und angedacht werden, ergriffen werden.

Morgen geht es weiter mit der Aufarbeitung der Dämmung. Ein erster roter Traktor sowie die neuen Hülsen für Tore und Eckfahnen sind schon auf der Wiese neben den mit einer Plane abgedeckten Sandsäcken platziert. Insgesamt wurden dort rund 200 Tonnen Quarzsand deponiert, von denen 50 Tonnen wieder in den neuen Kunstrasen eingearbeitet werden sollen. Und auch erste Vorarbeiten wurden schon am heutigen Tage durchgeführt: die Flächen der Dämmung, die einer intensive Bearbeitung bedürfen, wurden mit weißer Farbe markiert. Es geht also nahtlos weiter mit der Sanierung unseres Platzes.

Update 11.05.2020

Die Einschätzung vom Samstag war dann doch ein wenig zu optimistisch. Regen und die kalten Temperaturen erschwerten wieder die Arbeiten. Am Montagabend sind nun drei Viertel des Platzes abgetragen. Es besteht also die Hoffnung, dass morgen die Arbeiten beendet werden können. Wann dann die Arbeiten an der Dämmung beginnen, bleibt abzuwarten. Wir werden berichten.

Update 09.05.2020

Nur noch ein Viertel unseres alten Platzes ist verblieben. Der Rest zeigt sich einheitlich in Schwarz. Das warme und trockene Wetter hat dafür gesorgt, dass die Arbeiten nun schneller vorangehen. Dafür wird die Arbeit für die beiden Jungs von der Entsorgungsfirma zu einer immer staubigeren Angelegenheit. Jetzt ist Wochenende. Die Entsorgung geht Montag weiter und wird aller Voraussicht nach auch am Ende des Tages beendet sein.

 

Update 07.05.2020

Die Arbeiten sind für heute fast beendet als ich gegen 18 Uhr den Platz, oder das was von ihm übrig ist, betrete. Die schwarze Fläche ist deutlich gewachsen. Nun ist der halbe Platz abgedeckt. Bergfest. Auf der freigelegten schwarzen Fläche erhebt sich eine große Staubwolke. Es entstehen erste Wanderdünen. Mit einem Gebläse werden die letzten Sandreste von der Dämmung gepustet. Gleichzeitig beginnt der Abtransport des abgetragenen Rasens und dessen Verladung in den bereitstehenden LKW. Die Rollen werden zuerst mit einer Verschnürung gesichert und dann von hinten in den LKW geladen. Wände unterteilen den Laderaum und bilden so etwas wie Abteile, die, wenn sie vollständig gefüllt sind, durch den beweglichen Boden in Richtung Fahrerkabine gefahren werden. Dann wird eine neue Wand installiert und weiter geht es, bis alle Rollen, die jetzt neue eine imposante Schlange auf dem Platz bilden, verladen sind. Auch die vielen Sandsäcke müssen verbracht werden, damit die Maschinen morgen weitere Bahnen Kunstrasen abtragen können.

Auch heute konnten die Arbeiten aufgrund der kalten Nacht erst später – gegen 10 Uhr – beginnen und es ist zu erwarten, dass die Arbeiten nicht wie geplant am morgigen Freitag beendet werden können. Aber warten wir ab, vielleicht ist das Tempo auf der zweite Hälfte ja höher. Die Männer aus Stuttgart werden sicher ihr bestes geben.   

Update 06.05.2020

Der Himmel ist wolkenfrei, die Sonne scheint kräftig vom Himmel und die Temperatur an diesem Nachmittag ist sehr angenehm. Prachtvolles Wetter für das Abtragen des Kunstrasens denke ich, aber weit gefehlt. Denn in der Nacht war es so kalt, dass Wasser und Sand im Rasen eine betonähnliche Verbindung eingingen und der Rasen nicht mehr von der Maschine aufgenommen und gerollt werden konnte. Erst um 13 Uhr hatte die Sonne den Platz so weit aufgewärmt, dass die Arbeiten weitergehen konnten. Aus diesem Grund sind am heutigen späten Nachmittag lediglich rund ein Viertel der Fläche abgetragen gewesen.

Die Mengen an gewonnenem Sand und abgetragenen Rasen wachsen dafür umso schneller. Mittlerweile lagern rund 20 Rollen Rasen und 50 Säcke Sand auf dem Platz.

Eine Überraschung erlebte ich beim Betreten des Platzes. Plötzlich stand ich vor einem Zaun. Waren Politik und Verwaltung den guten und richtigen Argumenten der Matrosen gefolgt und hatten einen Zaun errichtet? Leider nein, es war nur der Zaun zur Absicherung der Baustelle. Also noch kein grünes Signal für einen Zaun. Die Bemühungen der Matrosen um eine Umzäunung des sanierten Platzes gehen aber weiter.

Update 05.05.2020

Die Sonne scheint und taucht unseren Platz in angenehm helles und wärmendes Licht. Es hat sich einiges getan seit gestern Mittag. Bodenschutzmatten sind ausgelegt und verhindern, dass der Transport der Maschinen sowie des Entsorgungsgutes nicht zu Schäden an der Wiese hinter dem Gästetor, führt.

Sehr langsam bewegen sich zwei Maschinen durch den 16-Meter-Raum. Ist es die Geschwindigkeit oder der Begriff Maschinen. was ich mich wieder an vergangene Spiele erinnert? Die vordere Maschine nimmt die gestern geschaffenen Quadrate Kunstrasen auf, rollt sie auf und befreit sie dabei vom wohlbekannten Sand, der dann von der hinteren Maschine in großen Kunststoffbeutel aufgefangen wird.

Es schon beeindruckend, wie groß und schwer die einzelnen Rollen sind, und dass sich der Rasen, jetzt wo der Sand rausgeschüttelt ist, wieder etwas weicher anfühlt. Weicher ist er aber nur im Vergleich zu dem Betonboden, auf dem unsere Jungs und Mädchen im wahrsten Sinne des Worte hart trainiert haben und den alle Spieler im Kreis so fürchteten.

Heute Nachmittag waren gegen 16 Uhr acht Quadrate aufgenommen, ungefähr ein zwölftel der Gesamtfläche. Die Arbeiten kommen nur langsam voran, weil der Kunstrasen extrem viel Wasser aufgesogen hat und damit sehr schwer ist. Schaut man sich die freigelegte Dämmung an, so kann man hier sehen, dass die Platzsanierung dringend nötig ist.

Was besonders beeindruckend ist, wie viel Sand immer noch in unserem Kunstrasen gespeichert ist, obwohl die Spieler in der Vergangenheit doch stets bemüht waren, diesen aufzunehmen und großflächig in Bodega und der Kabine zu verteilen.  Es reicht zwar nicht für eine zweite Wüste Gobi, aber schon jetzt stehen 15 volle Säcke herum. Hochgerechnet werden also rund 180 Säcke zusammenkommen. Es ist schön zu sehen, wie die Arbeiten voranschreiten und ich bin schon jetzt gespannt, wie es morgen auf unserem Platz aussieht.

Update 04.05.2020

Es ist nass, ungemütlich und trostlos auf unserem Platz, als ich ihn um kurz nach 8 Uhr betrete. Für einen kurzen Moment kommt bei mir so etwas wie Wehmut auf: Erinnerungen an die vielen schönen Momente, an die Siege und Niederlagen, an tolle Spiele und traumhafte Tore. Aber wirklich nur einen kurzen Moment, denn die Jungs der Firma, die in dieser Woche unseren alten Spielrasen entfernt, stehen bereit. Es kommt Freude auf, denn endlich ist es soweit!!! Die lang ersehnte und so dringend notwendige Sanierung unseres Platzes des wohltemperierten Kreisliga-Fußballs kann beginnen.

Nachdem der richtige Platz gefunden ist, wird der LKW aus Stuttgart entladen.

Nachdem der LKW leer ist, geht es dann auch gleich los mit dem ersten Arbeitsschritt, dem Aufschneiden der obersten Kunstrasenschicht. Zuerst wird mit maschineller Hilfe der Platz in der Mitte zerteilt, bevor dann der erste Schnitt parallel zur Außenlinie gesetzt wird. So werden nach und nach Quadrate entstehen, die dann aufgenommen und entsorgt werden können.

Erschwert werden die Arbeiten durch die vielen Unebenheiten, dort wo sich Teile des Platzes schon seit längerem absenkt haben und das technisch feine Passspiel, für das die Matrosen bekannt sind, immer wieder verhinderten. Ein Beweis dafür, dass der optische Eindruck besser ist als der wirkliche Zustand des Platzes und die Sanierung alternativlos ist. Sie wird diese Stellen entschärfen und damit auch die Verletzungsrisiko verringern. Es gibt dann aber auch keine Entschuldigung für Fehlpässe und Luftlöcher mehr. An den abgesunkenen Stellen müssen die Schneidearbeiten immer wieder unterbrochen werden, um die Beschädigung der noch vorhandenen Dämmung zu minimieren. Aber die Profis aus dem Schwabenlande haben auch das im Griff und die Arbeiten schreiten gut voran, so dass schon morgen mit der eigentlichen Entsorgung begonnen werden kann.

Update 28.04.2020

Heute gab die Gemeinde bekannt, dass sich der Beginn der Sanierung um ein paar Tage nach hinten verschiebt auf kommenden Montag (4.5.2020). Die Fertigstellung zum 25.5.2020 sei davon nicht betroffen.

Update 21.04.2020

Endlich ist es soweit: In der nächste Woche beginnt die lang ersehnte Platzsanierung, nachdem die Politik in einer Sondersitzung über die Vergabe entschieden hat. Endlich bekommen wir einen neuen Kunstrasen. Und naturverbunden wie wir am Möhnesee sind, wird der Sand durch Kork ersetzt. Jetzt fehlt nur noch eine Einzäunung und wir haben einen der schönsten Plätze im Kreis. Die Arbeiten sind bis zum 25. Mai 2020 terminiert. Wir freuen uns riesig, auch wenn noch nicht absehbar ist, wann wir das neue Geläuf für Training und Spiele werden nutzen können.

Wir werden ab Baubeginn hier immer aktuell vom Baufortschritt berichten.