Ein nächster Schritt, aber keine Normalität – Update 29.5.2020

Update 29.05.2020

Die NRW-Landesregierung hat diese Woche weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen beschlossen und auf ihrer Webseite beanwortet sie die wichtigsten Fragen zu den Lockerungen. Auch danach sind wir von einem geregelten Spielbetriebs noch weit entfernt. Wann wir wieder so trainieren können, wie wir es gewohnt waren, oder gar der reguläre Spielbetrieb möglich ist derzeit noch nicht absehbar. Und, wie so oft in den letzten Wochen, sind die Regelungen recht kompliziert und haben nicht das erhoffte bzw. angekündigte Aussehen. Was ist also ab morgen erlaubt:

  • Training auf Distanz und ohne Kontakt (siehe Update 25.05.2020): Mittlerweile wurde unser Hygienekonzept von der Gemeinde genehmigt. Nun müssen noch eine Maßnahmen (u.a. Desinfektionsspender aufstellen, Dokumente vorbereiten, Einweisung der Trainer) ergriffen werden und erst wenn das geschehen ist, kann diese Form des Trainings durchgeführt werden.
  • Gemäß der in NRW geltenden Kontaktbeschränkungen darf eine Gruppe von bis zu zehn Personen Kontaktsport ohne Mindestabstand im Freien betreiben, wenn die entsprechenden Vorkehrungen zur Hygiene und zum Infektionsschutz getroffen werden (z.B. Sperrung der Umkleiden und Duschen, Desinfektion, Anwesenheitskontrolle). Konkret: Die Spielform 5 gegen 5 mit Zweikämpfen und allem, was zum Fußball dazu gehört, ist nach Umsetzung des Hygienekonzeptes wieder möglich.
  • Der reguläre Spielbetrieb mit Freundschafts- oder Punktspielen darf jedoch weiterhin nicht ausgeübt werden.
  • Wenn die Hygieneauflagen erfüllt und die und Kontaktbeschränkungen eingehalten werden, dürfen ab morgen auch wieder bis zu 100 Zuschauer eine Sportanlage betreten.

Auf seiner Homepage bewertet der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) folgendermaßen: „Die Einhaltung der Hygienekonzepte für ein kontaktfreies Training stellt für viele Vereine bereits eine große Herausforderung dar. Wir halten es für wenig praktikabel, dass maximal zehn Spielerinnen und Spielern untereinander wieder mit Kontakt trainieren können, zumal die übrigen Hygienevorschriften nach wie vor eingehalten und Personendaten erfasst werden müssen“, sagen Manfred Schnieders und Holger Bellinghoff. Die Vizepräsidenten für Amateurfußball und Jugend raten Vereinen davon ab, wieder mit Kontakt zu trainieren. „Für den Fußball halten wir die neuen Lockerungen für wenig sinnvoll – zumal bis mindestens zum 31. August keine Turniere, Freundschafts- oder gar Meisterschaftsspiele ausgetragen werden können“, so Schnieders und Bellinghoff unisono, die zudem noch auf die erhöhte Gefahr einer Infektion aufmerksam machen.

Vor rund zwei Wochen hatte der Soester Anzeiger über die ersten Erfahrungen von Vereinen in unserem Fußballkreis mit dem Training auf Distanz und ohne Kontakt berichtet. Oestinghausens Trainer Dierk Meincke kam nach den ersten Einheiten zu dem Schluss: „Die Jungs haben ihren Spaß. Aber das kann man auch nur zwei Wochen machen.“  Auf jeden Fall ist der Aufwand für die Trainerteams deutlich gestiegen, zum einen, um die Vorgaben des Hygienekonzeptes einhalten zu können, und zum anderen, weil mehr Einheiten als bisher nötig sind. Dies wird sich erst recht nicht ändern, wenn jetzt 10 Spieler mit Körperkontakt trainieren können.

Update 25.05.2020

Der Platz ist fertig und die Sehnsucht auf Fußballspielen steigert sich bei vielen Matrosen fast ins Unermessliche. Wann darf denn nun endlich auf dem neuen Platz trainiert werden? Von der baulichen Seite her ist der Platz abgenommen, aber leider müssen sich alle Matrosen noch weiter gedulden. Der Trainingsbetrieb kann erst dann starten, wenn die Gemeinde das derzeit in der Endbearbeitung befindliche Hygienekonzept unser Vereins genehmigt hat. Es kann sich dabei nur noch um ein paar Tage handeln. Wir bitten Euch noch um etwas Geduld, da für uns als Verein die Gesundheit unserer Mitglieder im Vordergrund steht. Sicherheit geht vor Schnelligkeit.

Viele von uns hatten sich ja nach den Ankündigungen und Verlautbarungen der Landesregierung vom 7./8.5.2020 darauf gefreut, dass ab dem 30. Mai wieder wie gewohnt trainiert werden kann. Dass also Kontaktsport mit Kontakt nachgegangen werden kann. Die Hoffnungen waren verfrüht. Wir werden wohl noch eine ganze Zeit auf Zweikämpfe und Trainingsspiele verzichten müssen.

Andrea Milz, Staatssekretärin für den Sport in Nordrhein-Westfalen, ruderte nach den Ankündigen von vor zwei Wochen zurück und machte klar, dass es sich beim 30 Mai “um eine Richtgröße” für den Start im Fußball handele. “Klammern Sie sich nicht an dieses Datum. So ist das nicht gemeint“, führte Milz weiter aus. „Es ist nicht so gemeint, dass sich alle Sporttreibenden auf den 30. Mai stürzen.“ Alle Regelungen und Lockerungen müssten im Einklang mit den sonstigen Corona-Regelungen stehen.

Damit im Fußball wieder trainiert werden kann, müssen also alle Vereine ein Hygienekonzept entwickeln, das die Vorgaben des Verbandes berücksichtigt. Das Konzept muss dann vom zuständigen kommunalen Gesundheitsamt genehmigt werden. Damit die Vereine Sicherheit haben das Richtige zu tun, fordert der Landessportbund eine “eineindeutige” Verankerung der Wiederaufnahme des Sports nach Vorgabe der Fachverbände in die Corona-Verordnung des Landes NRW. Solange dies aber nicht geklärt ist, sollten Vereine vorsichtig agieren.

Unter dem Motto “Zurück auf den Platz” hat der Deutsche Fußball-Bund seinen Leitfaden für den Fußball veröffentlicht, der unserem Hygienekonzept zugrunde liegt. Wir werden das Hygienekonzept in dieser Woche der zuständigen Behörde zur Genehmigung vorlegen. Sobald das Konzept genehmigt und umgesetzt ist, kann das Training starten. Bis dahin bleibt unser Platz gesperrt.

Im Vorwort des Leitfadens trösten uns Präsident Keller und sein 1. Vize Koch: “Wir sind noch weit davon entfernt, von Normalität in unserem Alltag sprechen zu können. Aber jede Lockerung bedeutet einen Zuwachs an Lebensqualität.” Auf 16 Seiten lassen sich die folgenden zentralen Vorgaben sollen für uns und alle anderen Vereinen finden:

  • Bei allen am Training Beteiligten sollte vor jedem Training der aktuelle Gesundheitszustand sowie das Corona-Geschehen in dessenHaushalt erfragt werden.
  • Bei der Trainingsgestaltung sind mögliche gesundheitliche Risiken für die Teilnehmer zu berücksichtigen.
  • Der Trainingsbetrieb muss von der jeweiligen Kommune behördlich gestattet werden.
  • Es muss ein Hygienebeauftragter benannt werden.
  • Alle Trainer, Betreuer und Vereinsverantwortliche sind ausführlich über das Hygienekonzept zu informieren.
  • Trainer und Betreuer informieren die Trainingsgruppen über die geltenden allgemeinen Sicherheits- und Hygienevorschriften.
  • Pro Platzhälfte trainiert maximal eine Gruppe.
  • Ein Aufeinandertreffen von Trainingsgruppen soll bestmöglich vermieden werden.
  • Es sollte eine rechtzeitige Rückmeldung, ob man am Training teilnehmen kann, erfolgen.
  • Die Trainingsbeteiligung wird in jeder Trainingseinheit dokumentiert.
  • Auf Fahrgemeinschaften bei der Anfahrt sollte verzichtet werden.
  • Ankunft am Sportgelände frühestens zehn Minuten vor Trainingsbeginn.
  • Alle Teilnehmer kommen bereits umgezogen auf das Sportgelände oder müssen sich direkt am Platz umziehen.
  • Alle verlassen des Sportgeländes direkt nach dem Training; das Duschen erfolgt zu Hause. Die Kabine bleibt bis auf die Toiletten gesperrt.
  • Alle Trainingsformen beachten die geltenden Abstandsregeln und das kontaktlose Training
  • Feste kleine Gruppen bei jeder Trainingseinheit (derzeit max. fünf Spieler)
  • Nutzung und Betreten des Sportgeländes ist nur dann erlaubt, wenn ein eigenes Training angesetzt ist.
  • Begleitpersonen sind beim Training nicht gestattet, sofern nicht im Kinder- und Jugendbereich Unterstützung für die Fußballaktivitäten und/oder Toiletteneinrichtungen erforderlich ist. Dann darf ein Elternteil/Erziehungsberechtigter am Sportgelände anwesend sein. Für diese Person gelten ebenfalls die dort herrschenden organisatorischen und hygienischen Maßgaben.
  • Alle Gastronomiebereiche, Gesellschafts- und Gemeinschaftsräume der Vereine bleiben geschlossen. Es sollten weiterhin keine sozialen Veranstaltungen des Vereins stattfinden. Dies gilt sowohl für Festivitäten als auch für Versammlungen. Die Ballhütte kann weiterhin genutzt werden.
  • Händewaschen (mindestens 30 Sekunden und mit Seife) vor und direkt nach der Trainingseinheit.
  • Keine körperlichen Begrüßungsrituale (zum Beispiel Händedruck) durchführen.
  • Mitbringen eigener Getränkeflasche, die zu Hause gefüllt wurde, ist erlaubt.
  • Spucken und Naseputzen sind auf dem Feld unerwünscht.
  • Kein Abklatschen, In-den-Arm-Nehmen und gemeinsames Jubeln.
  • Bei Ansprachen und Trainingsübungen ist ein Abstand von mindestens 1,5 bis zwei Metern einzuhalten.

Neben diesen Punkten müssen im Verein noch viele weitere Dinge beachtet und Maßnahmen durchgeführt werden, wie z.B. die Bereitstellung von Desinfektionsmitteln. Das wird nicht einfach sein, aber die mit dem Thema in unserem Verein befassten tun ihr Möglichstes, alles so schnell wie möglich zu realisieren, damit wieder trainiert werden kann. Und dann gilt: Training ja, aber auf Distanz und ohne Körperkontakt. Da das gewohnte Training also nicht möglich ist, gibt der DFB in seinem Leitfaden auch konkrete Trainingstipps und Verweise auf Quellen zur Trainingsgestaltung. Wer sich über altersspezifische Trainingsformen informieren will, kann dies unter diesem link tun.

Wie die letzten Tage gezeigt haben, kann sich die Situation sehr schnell ändern. Wir werden hier sofort über alle Neuigkeiten berichten. Insbesondere melden wir uns, wenn wir wissen, wann es mit dem Training nun wirklich losgehen kann. Bis dahin habt bitte noch ein wenig Geduld.

Update 09.05.2020

Die Lockerungsmaßnahmen der Landesregierung, insbesondere die Ankündigung, dass ab dem 30. Mai Sportarten mit unvermeidbaren Körperkontakt wieder ausgeübt werden dürfen, haben viele in NRW überrascht, so auch den Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW). Wird jetzt die Empfehlung an den außerordentlichen Verbandstag, die Saison 2019/2020 abzubrechen, möglicherweise noch einmal in Frage gestellt oder gar kassiert? Das wird nicht der Fall sein, wie FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski in einem Interview, das hier nachzulesen ist, klar macht. In Er zeigt sich total überrascht von der Entscheidung der Landesregierung, die er als “voreilig, unausgegoren und hoch riskant” bezeichnet. Es fühle sich für ihn an wie ein “Öffnungs-Überbietungswettbewerb”. Die Lockerungsmaßnahmen schienen auf den ersten Blick eine “frohe Botschaft” zu sein, würden aber bei genauerer Betrachtung zahlreiche essenzielle Fragen nicht beantworten. Es werde “immer schwerer, einen geregelten Spielbetrieb aufrechtzuerhalten und auf einem unanfechtbar sportlichen Weg über Aufstieg und Abstieg entscheiden zu lassen.” Gleichzeitig betont Walaschweski die Verantwortung des Verbandes, das Risiko einer Corona-Ansteckung “für die Spieler, die Trainer und Betreuer, die Familien, die Zuschauer das Risiko gegen Null zu fahren” und weist auf mögliche Haftungsrisiken hin.

Dem Präsidenten ist klar, dass es Diskussionen geben werde, dazu gebe es zu viele Vereine, die bemüht sind, ihre um Interessen (z.B. doch noch aufzusteigen) doch noch durchzubringen. Der Verbands-Fußball-Ausschuss und/oder das Präsidium werde jedoch nicht von der vorliegenden Beschlussempfehlung (Abbruch der Saison) abrücken, außer der außerordentliche Verbandstag würde dieser nicht folgen und anderes beschließen. Die Szenario hält Walaschewski jedoch für wenig wahrscheinlich. Es sieht also so aus, als ob ab 30. Mai  zwar “normales” Training wieder erlaubt sein wird, wir aber noch lange warten müssen, bis unsere Jungs wieder Punktspiele bestreiten können. Aber in Zeiten von Corona ist vieles unsicher und es sind ja noch einige Tage bis zum Monatsende. Bis dahin gilt es, die zahlreiche offene Fragen zu klären , so z.B. welche Auflagen unser Verein erfüllen muss, damit unsere Aktiven auch wieder die Kabine nutzen können.   

Update 07.05.2020

Die Fragen, die sich gestern vielen von uns gestellt haben, was genau die Landesregierung beschlossen, können nun beantwortet werden:

Sind Breiten- und Freizeitsport wieder erlaubt?
Ja, der Sport- und Trainingsbetrieb ist auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportanlagen sowie im öffentlichen Raum ab dem 7. Mai 2020 wieder erlaubt – unter Auflagen.
Welche Auflagen müssen dazu eingehalten werden?
Der oben genannte Sport- und Trainingsbetrieb darf nur durchgeführt werden, wenn die folgenden Auflagen erfüllt sind: Der Sport muss kontaktfrei durchgeführt werden. Es müssen geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, zum Infektionsschutz, zur Steuerung des Zutritts und zur Gewährleistung eines Abstands von mindestens 1,5 Metern sichergestellt werden (auch in Warteschlangen). Die Nutzung von Dusch- und Waschräumen, Umkleide-, Gesellschafts- und sonstigen Gemeinschaftsräumen sowie das Betreten der Sportanlage durch Zuschauer ist untersagt.
Gibt es Ausnahmen?
Ja, bei Kindern unter 12 Jahren ist das Betreten der Sportanlage durch jeweils eine erwachsene Begleitperson zulässig.
Welche Regelungen gelten künftig im Breiten- und Freizeitsport?
Ab 11. Mai: Eine Öffnung von Fitnessstudios, Tanzschulen und Sporthallen/Kursräumen der Sportvereine unter strengen Abstands- und Hygieneauflagen wird wieder möglich.
Ab 30. Mai: Die Ausübung von Sportarten auch mit unvermeidbarem Körperkontakt und in geschlossenen Räumen wird wieder gestattet, ebenso der Betrieb in Hallenbädern. Sportliche Wettbewerbe im Kinder-, Jugend- und Amateurbereich sind dann ebenfalls zulässig – die Nutzung von Umkleide- und Sanitäranlagen ist unter Auflagen gestattet.

Also derzeit wäre auf und neben dem Platz nur kontaktloses Training möglich. Ab dem 30 Mai können dann alle Matrosen wieder auf dem Platz und mit Körperkontakt trainieren und auch Spiele/Wettkämpfe durchführen. Welche konkreten Auflagen wir einhalten müssen, damit wir unsere Kabine nutzen können, war für uns bisher nicht zu ermitteln. Wir warten auf weitere Infos und bleiben am Ball.

Update 06.05.2020

Wie der WDR meldet sollen in NRW Kontaktsportarten – und dazu gehört Fußball, auch wenn einige Spieler manchmal gegenteiliger Meinung zu sein scheinen –  ab dem 30.5.2020 wieder erlaubt sein. Dann kann wieder trainiert werden und auch (Freundschafts-)Spiele sollen möglich sein. Das Datum ist gut gewählt, hoffen wir doch alle, dass bis dahin unser neue Platz bespielbar sein wird.

Etwas klarer ist auch, wie es mit der laufenden Saison weiter gehen soll. Das Präsidium des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) folgt der Empfehlung des Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) (siehe Update vom 30.04.2020). Dieser hatte vorgeschlagen, dass die aktuelle Spielzeit in den Amateurspielklassen von der Kreisliga D bis zur Oberliga Westfalen abgebrochen wird und es zwar Aufsteiger aber bis auf zurückgezogene Mannschaften keine Absteiger geben soll. Auch die noch offene Konkretisierung des VFA, wie die Saison gewertet werden soll, fand die Zustimmung des Präsidiums. Folgende Regelung soll nach der für den 11.05.2020 geplanten Beratung der Ständigen Konferenz aus Präsidium und Kreisvorsitzenden im Juni auf einem außerordentlichen Verbandstag im Juni bezüglich der Wertung beschlossen werden:

  1. Die Vereine, die nach der aktuellen Tabelle auf dem ersten Tabellenplatz stehen, steigen in die nächsthöhere
    Spielklasse auf.
  2. Sollten Mannschaften nicht die gleiche Anzahl an ausgetragenen Spielen haben, wird die Platzierung durch eine
    Quotientenberechnung (siehe Update vom 27.04.2020) ermittelt.
  3. Sollte der so ermittelte Tabellenerste nicht mit dem “Herbstmeister” übereinstimmen, so steigen zwei Mannschaften auf.

Es würden also im Fußballkreis Soest nach derzeitigem Stand folgende Mannschaften aufsteigen:
Kreisliga D: SV Westfalia Soest III, SV Lüttringen und TuS Jahn Soest
Kreisliga C: BV Bad Sassendorf II, SuS Scheidingen II (Glückwunsch an Tim und seine Mannschaft), BW Büderich II und SV Eilmsen
Kreisliga B: SuS Günne (wir gratulieren und freuen uns auf die Derbys in der nächsten Saison), SuS Scheidingen I und Höinger SV I
Kreisliga A:  SF Ostinghausen

Aus der Bezirksklasse Staffel 7 steigt kein Teilnehmer aus dem Kreis Soest auf.

Update 30.04.2020

Der Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) des Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) wird vor dem Hintergrund der Videokonferenzen mit den Vereinen und eines externen Rechtsgutachtens dem Präsidium und der Ständigen Konferenz des FLVW die Wertung der Saison mit Aufsteigern und ohne Absteiger empfehlen.  “Die zuständigen Rechts-Experten haben ganz klar formuliert, dass ein Saisonabbruch – auch bei höherer Gewalt wie der Corona-Pandemie – nicht zum Nachteil der Vereine gewertet werden soll”, betonte FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders. Damit ist die komplette Annullierung der Saison 2019/2020 vom Tisch.

Wie genau aber die Wertung der Saison aussieht, musste der VFA offen lassen. VFA-Vorsitzende Reinhold Spohn führte dazu aus: “Wir werden uns alle Ligen genau anschauen und natürlich versuchen, die Empfehlungsgrundlagen so fair wie möglich für die potenziellen Aufstiegskandidaten zu gestalten. Aufgrund einiger besonderer Situationen in einzelnen Staffeln wird es leider Härtefälle und Vereine geben, denen wir nicht gerecht werden können.”

Klar ist aber schon, dass die Zahl der Bezirksligen in der kommenden Saison von derzeit zwölf auf 14 erhöht wird. Außerdem wird die Landesliga um eine weitere Staffel auf fünf Staffeln erweitert. DAs soll verhindern, dass die jeweiligen Staffeln zu groß werden und die Vereine zu lange Fahrtwege haben. Die endgültige Spielklasseneinteilung kann jedoch erst dann vorgenommen werden, wenn klar ist, wann die neue Saison endlich starten kann.

Ebenfalls sicher ist, dass die Kreise, die über einen “halben Aufsteiger” verfügen, einen zusätzlichen Aufstiegsplatz in die Bezirksliga erhalten werden. “Bislang war es so, dass Relegationsspiele zwischen Mannschaften aus Kreisen mit “halbem Aufstiegsrecht” stattgefunden haben. Diese Relegationsspiele können nicht ausgetragen werden, so dass der halbe in einen direkten Aufstiegsplatz umgewandelt wird” erläuterte Spohn. Gleiches gilt auch für den Frauenfußball, wo statt 18 dann 23 Vereine aus den Kreisen aufsteigen werden. Auch hier soll die Zahl der Staffeln um eine auf sieben Staffeln erhöht werden. Über das Vorgehen im Jugendbereich wird derzeit noch im Verbands-Jugend-Ausschuss (VJA) beraten.

Das Präsidium des FLVW wird in seiner Sitzung am kommenden Dienstagabend (5.5.2020) über die Empfehlung des VFA beraten. Gleiches werden die Mitglieder der Ständigen Konferenz am drauf folgenden Montag (11.5.2020) tun. Die finale Abstimmung über die Empfehlung erfolgt dann auf einem Außerordentlichen Verbandstag, der aufgrund der einzuhaltenden Fristen erst im Juni stattfinden kann.

Update 27.04.2020

Laut dem Soester Anzeiger geht Gerald Bankamp, Kreisvorsitzender im Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) – Kreis Soest, davon aus, dass in dieser Woche eine endgültige Entscheidung darüber fällt, ob die Saison fortgesetzt oder abgebrochen wird. Anders als der FLVW hatte der Fußballverband Mittelrhein seinen Vereinen vorgeschlagen, die Saison zu Ende zu spielen. Über diesen Vorschlag können die Vereine des Verbandes nun in den nächsten Tagen abstimmen, bevor der Verband dann darauf aufbauend seine Entscheidung treffen will. Es scheint also keine einheitliche Lösung für NRW zu geben.

Nachdem der FLVW die Meinung seiner Vereine zum weiteren Verlauf der Saison eingeholt hat,  wollen die Kreisvorsitzenden gemeinsam mit dem FLVW-Vorstand in einer Videokonferenz am Donnerstag über die Ergebnisse des Meinungsbildes sprechen. „Es gab gute Anregungen aus den Vereinen“, erklärte Bankamp gegenüber dem Soester Anzeiger. Auch eine Quotientenregelung, wie sie im Handball angewendet wurde und von einigen Fußballtrainern aus dem Kreis Soest bevorzugt wird, sei denkbar. Bei der Quotientenregelung werden die gewonnen Punkte durch die bestrittenen Spiele dividiert und mit 100 multipliziert. Meister wäre dann die Mannschaft mit dem höchsten Quotienten. Es bleibt also spannend; wir bleiben am Ball.

Update 21./23.04.2020

Weiterhin ruht bis auf weiteres unsere Vereinsarbeit. Training, Spiele, Sitzungen, alles ist abgesagt. In dieser Situation hatte der Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) alle Vereine angeschrieben und gebeten, dass diese ihre Meinung zum weiteren Verlauf der Saison äußern. Innerhalb unseres Vereins besteht die Meinung, die Saison nicht mehr fortzuführen. 88 % aller angeschriebenen Vereine haben sich zurückgemeldet und 88,4 % davon teilen unsere Meinung. Lediglich 11,6 % wollten die Saison, frühestens ab September, fortsetzten. Größere Uneinigkeit besteht aber über die Modalitäten des Saisonabbruchs. Von den Vereinen, die sich für den Abbruch entschieden haben, sprechen sich 38,7 % für eine Annullierung der Saison aus. Es gäbe dann keine Auf- und Absteiger. 33,9 % möchten, dass der Tabellenstand nach der Hinrunde gewertet wird, und 27,4 % sprechen sich dafür aus, die Saison gemäß der aktuellen Tabelle zu werten. Bei den beiden letzteren Szenarien gäbe es zwar Auf- aber keine Absteiger. Es steht außer Frage, dass alle Szenarien mit mehr oder weniger großen Härten für die Vereine verbunden sind und es lassen sich für jedes Szenario Argumente finden. So sieht es auch FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski: „Leider können wir nicht allen Vereinen gerecht werden – das zeigt allein schon das ausgeglichene Meinungsbild zur Wertung der Saison bei einem möglichen Abbruch. Umso mehr hoffen wir auf die Solidarität untereinander – und Verständnis für die Entscheidungen der ehrenamtlichen Verantwortungsträgerinnen und -träger.“ Aus sportlicher Sicht scheint die Wertung nach der aktuellen Tabelle eher schwierig, wenn man sieht, dass in vielen Ligen die Mannschaften unterschiedlich viele Spiele absolviert haben und so eine Vergleichbarkeit der Leistung eigentlich nicht möglich ist. Eine Annullierung, so wie sie in England schon beschlossen, würde viele Mannschaften um den angestrebten und oft auch schon sicheren Aufstieg bringen. Ein krasses Beispiel dafür ist die zweite Mannschaft des BV Bad Sassendorf in der Kreisliga C: 16 Spiele, alle gewonnen, 15 Punkte Vorsprung. Gleichzeitig würde die Annullierung auch dazu führen, dass Sperren aufgehoben werden und Strafzahlungen an Verband an die Vereine zurückgezahlt werden müssten. Auch muss man festhalten, dass nur 38,7 % für die Annullierung, jedoch 62,3 % für eine Wertung der Saison sind. Man darf gespannt sein, wie die Entscheidung des FLVW ausfallen wird. Der für den Amateurfußball verantwortliche Vizepräsident Manfred Schnieders stellt dazu fest: “Das Ergebnis der Befragung ist eindeutig. Die Fortführung der Saison wird von den Vereinen nicht befürwortet. Dies wird der Entscheidungsvorschlag des Verbands-Fußball-Ausschusses berücksichtigen.“ Es müssten jedoch noch die rechtlichen Rahmenbedingungen geprüft werden, da die Statuten keinerlei Regelungen für einen Saisonabbruch enthielten. Es ist also nicht mit einer schnellen Entscheidung zu rechnen und es gibt auch keinen Stichtag, bis zu der eine Entscheidung bekanntgeben werden soll.

Der offizielle Artikel des FLVW findet sich hier.

Update 16.03.2020

Die Landesregierung und die Gemeinde Möhnesee untersagt uns jegliche Aktivitäten in unserem Verein bis zum 19. April (offizielle Verlautbarungen finden sich hier und hier). Zuwiderhandlungen können mit einem hohen Ordnungsgeld belegt werden. Dieser Anordnung ist von allen im Verein ohne Ausnahmen uneingeschränkt Folge zu leisten. Wir tragen so dazu bei, die Ausbreitung des Viruses zu verlangsamen und schützen unsere Mitbürger und natürlich auch uns selbst. Fußball ist eben nicht alles. Je vernünftiger wir agieren, desto schneller können wir wieder unserem geliebten Sport frönen. Bis dahin: Bleibt gesund und achtet aufeinander!

13.03.2020

Aufgrund der Entwicklungen der letzten Tage und der Absage aller Spiele auf Kreisebene (siehe hierzu das heutige Schreiben des Fußball- und Leichtathletik-Verbands Westfalen (FLVW) weiter unten) hat der Vorstand der SpVg. Möhnesee entschieden, dass ab sofort neben den Spielen auch kein Training in unserem Verein mehr stattfindet. Der Vorstand bittet alle Trainer und Verantwortlichen um Verständnis und Beachtung. Hier geht die Gesundheit klar vor unseren sportlichen Zielen. Der Vorstand sieht es als unerlässlich an, dass hier alle Matrosen an einen Strang ziehen und eine vereinseinheitliche Linie gefahren wird. Alle Matrosen sollten mit gutem Beispiel vorangehen, auch weil mittlerweile schon viele Mannschaften und Vereine diesen Schritt gegangen sind. Der Verein sollte den Vorsichtsmaßnahmen, die bundesweit getroffen werden und die eine zu schnelle Verbreitung des Corona-Viruses (Covid-19) verhindern sollen, in nichts nachstehen. Der Vorstand trägt mit dieser Maßnahme dazu bei, dass das Corona-Virus unserer Mitglieder und deren Angehörige sowie die unseren über den Sport in unserem Verein nahezu ausgeschlossen werden kann.

Diese Maßnahme gilt vorerst bis Ende nächster Woche. Der Vorstand wird bis dahin die weiteren Entwicklungen genau beobachten und dann entscheiden, wie es weiter gehen soll bzw. kann.

Die Entscheidung des Vorstand fiel auch vor dem Hintergrund der Beschlüsse des FLVW. Dieser hat heute entschieden, den Spielbetrieb bis hinauf zur Oberliga Westfalen bis einschließlich zum Ende der Osterferien (19.4.2020) einzustellen:

“Das Präsidium des Fußball- und Leichtathletik-Verbands Westfalen (FLVW) hat heute (13.03.2020) entschieden, den Spielbetrieb bis einschließlich zum Ende der Osterferien einzustellen. Dies betrifft die in der Zuständigkeit des FLVW liegenden Begegnungen der Männer-, Frauen- und Jugend-Spielklassen inklusive aller Futsal-Ligen (Kreisligen bis Oberliga Westfalen) sowie Aktivitäten der Jugend-Talentsichtung und -förderung. Maßnahmen der westfälischen Leichtathletik werden ebenfalls bis auf weiteres abgesagt. Damit reagiert der Verband nach einer NRW-weiten Abstimmung mit den Fußballverbänden Mittelrhein (FVM) und Niederrhein (FVN) auf die aktuelle Entwicklung rund um den Coronavirus.

„Es ist uns bewusst, dass es eine drastische Maßnahme ist. Wir sahen aber im Sinne der Verantwortung für unsere Aktiven und Fans keine andere Möglichkeit“, sagt FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski. „Nur gemeinsam können wir die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen, dazu müssen auch der Fußball und die Leichtathletik beitragen. Wir hoffen im Sinne der Solidarität vor allem mit älteren und gesundheitlich vorbelasteten Menschen auf das Verständnis unserer Vereine.“

Neben den angesetzten Partien des regulären Spielbetriebs sind auch alle Freundschaftsspiele, Spielrunden und Turniere (sowohl in der Halle als auch auf dem Feld) von der Einstellung betroffen. Die Zielsetzung eines sportlichen Saisonabschlusses bleibt hiervon unberührt. Ein entsprechendes Konzept wird aktuell entwickelt.

Auch die Talentsichtung und die Talentförderung sind betroffen. So hat der FLVW die internationale Jugendbegegnung in Bulgarien für die U16- und U17-Westfalenauswahl sowie die sämtliche Lehrgangsmaßnahmen der Verbandsauswahlen der Junioren und Juniorinnen abgesagt. Gleiches gilt für den Trainingsbetrieb und sonstigen Maßnahmen der DFB-Stützpunkte. „Wir sehen uns hier in einer gemeinsamen Verantwortung und setzen daher die Maßnahmen parallel zum Spielbetrieb ab“, so Vizepräsident Jugend Holger Bellinghoff.

Inwieweit Vereine ihren Trainingsbetrieb aufrechterhalten wollen, ist den jeweiligen Verantwortlichen selbst überlassen. Alle Vereine sind weiterhin aufgefordert, aktiv zu prüfen, ob es Spielerinnen und Spieler in ihren Mannschaften gibt, die in den vergangenen zwei Wochen aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind oder Symptome aufweisen.

„Uns ist durchaus bewusst, wie viel organisatorischer Aufwand diese Entscheidung für unsere Kreise und Vereine bedeutet. Wir hoffen, dass wir nach der genannten Zeitspanne den Spielbetrieb wieder aufnehmen und die Saison zu ende führen können“, sagt Vizepräsident Amateurfußball Manfred Schnieders.

In der westfälischen Leichtathletik fallen alle zentralen und dezentralen Aus- und Fortbildungsangebote in den Bereichen C-/B-Lizenz, Kampfrichterwesen und im Jugendbereich aus oder werden verschoben. Das Gleiche gilt für Sitzungen und Tagungen. Für Laufveranstalter gilt ebenfalls die Empfehlung, alle Veranstaltungen bis mindestens zum 19. April auszusetzen. Allen Veranstaltern soll die Möglichkeit eingeräumt werden, im Laufe des Jahres einen Ersatztermin zu finden.

Eine Neubewertung der Lage für den Spielbetrieb und das Wettkampfwesen erfolgt durch die Task Force des FLVW täglich.

Über aktuelle Entwicklungen zum Thema halten wir Sie weiterhin auf der Verbands-Homepage auf dem Laufenden: www.flvw.de.”